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... der Alles leichter verständlich macht !

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GEREIZTE AUGEN - TROCKENE AUGEN - WÄSSSRIGE AUGEN - AUGENREIBEN - GERÖTETE AUGEN - MÜDE AUGEN - VERSTOPFTE MEIBOM-LIDRAND-DRÜSEN - UNSCHARFES SEHEN - VERSCHWOMMEN SEHEN - WECHSELNDE SEHSCHÄRFE ... und VIELES mehr ....

Alle diese scheinbar sehr verschiedenen Beschwerden können Zeichen einer Augen-REIZUNG durch eine SCHÄDIGUNG der Augenoberfläche sein. Typischerweise entsteht dies durch einen MANGEL des Tränen-FILM vor dem Auge. Er kann das empfindliche Gewebe dann nicht mehr ausreichend feucht halten - daher kommt die Bezeichnung "TROCKENES AUGE

Das sogenannte "TROCKENE AUGE" ist sehr weit verbreitet und es ist die häufigste Diagnose in der Augenärztlichen Praxis

Im Gegensatz zu seiner Bezeichnung als "Trocken" kann aber die Reizung des Auges, vor allem am Anfang dieser Störung, auch zum Augentränen und zu einem ´Feuchten Auge´ führen ... das erscheint natürlich oft schwer verständlich.

Doktor, meine Augen sind doch FEUCHT ... wie kann das ein ´TROCKENES AUGE´ sein ?

Ein erhöhter Tränenfluss beruht auf einem (noch) intakten Abwehr-Reflex des Auges. Dieser sorgt bei Reizungen vieler Art, z.B. Fahrtwind, Ventilatoren, staubhaltige Luft, oder bei Fremdkörpern, etc. dafür, dass die Tränen munter fliessen, um die Reizquelle ´weg zu spülen´.
Wenn die Beschädigung der Augenoberfläche weiter fortgeschritten ist, dann setzt leider auch dieser Schutzreflex aus und dann verschwindet das Augentränen wieder ... was damit also letztlich kein gutes Zeichen ist.
Gelegentlich kann auch eine gestörte Lidstellung mit einem (leichten) Abstehen des Unterlides (Ektropium) dazu führen, dass die Tränen nicht ordnungsgemäss abfliessen können und es dann zu einem Überlaufen der Tränen über den Lidrand (Epiphora) kommt. Hier sollte dringend ärztlicher Rat eingeholt werden !

Das TROCKENE AUGE ist eine ´verzwickte´ Erkrankung der Augenoberfläche

Schon hierdurch wird klar, dass das sogenannte ´Trockene Auge´ doch eine recht ´verzwickte´ Störung des Auges ist. Damit die Augenoberfläche gesund funktionieren kann, müssen viele Faktoren zusammen wirken. Das ist vielleicht vergleichbar mit einem Kartenhaus, das sehr stabil aussieht ...  aber sobald auch nur eine Karte bewegt wird ...

Verzwickt ist unter anderem auch, dass dem Trockenen Auge meist zuerst ÖL fehlt im Tränenfilm, und nicht, wie man vermuten würde, Wasser. Die Wissenschaft arbeitet seit langem an der Aufklärung dieser Erkrankung und hat dabei schon erhebliche Fortschritte gemacht, die Hunderten von Millionen Patienten weltweit zugute kommen ... 

Entscheidend für den Patienten ist, seine ERKRANKUNG zu VERSTEHEN - dann gibt es viele Möglichkeiten sie selbst positiv zu beeinflussen,

Wenn Sie MEHR darüber erfahren möchten sind Sie HIER RICHTIG

auf dem Informationsportal über die Augenoberfläche und das Trockene Auge des ´Ocular Surface Center Berlin´ (OSCB) - das Forschungszentrum für die Augenoberfläche und das Trockene Auge:

 

 

 


Kurzer BLICK 

Interessantes ... allgemeinverständlich für den ersten Eindruck

 

Die Augenoberfläche

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Die AUGENOBERFLÄCHE

... ist der vordere feuchte Anteil des Auges

Der Glanz der Augenoberfläche entsteht durch den Tränenfilm,

der dafür sorgt, dass die Schleimhaut ständig feucht bleibt.


Die AUGENOBERFLÄCHE ... erlaubt die ersten Schritte für das SEHEN

Die AUGENOBERFLÄCHE ist der Teil des Auges, durch den das Licht eintritt.

Erst danach kann es Reize auf der Netzhaut hinten im Auge auslösen, die dann später im ´neugierigen´ Gehirn zu einem Bild der Aussenwelt verarbeitet werden können. 

Ohne eine gesunde Augenoberfläche sind also alle weiter ´hinten´ und später erfolgenden Funktionen des Sehvorgangs letztlich relativ wertlos für das Sehen.


Die AUGENOBERFLÄCHE muss STÄNDIG FEUCHT sein

Unsere Augenoberfläche ist so konstruiert, dass sie dauerhaft feucht sein muss - ´immer und überall´  - damit die Hornhaut, das klare Fenster des Auges, auch wirklich klar bleibt.

Diese Feuchtigkeit wird durch die Drüsen an der Augenoberfläche produziert und als Tränen* bezeichnet.

Da wir in einer trockenen Umgebung mit einer Luftatmosphäre leben, ist es sehr aufwändig für das Auge, diese kleine künstliche feuchte ´ökologische Nische´ der Augenoberfläche zu erhalten- ´Immer und überall´ !

* ausser zur Feuchthaltung können wir die Tränen auch nutzen, um unseren Mitmenschen das emotionale Signal zu übermitteln, dass wir besonders traurig sind... oder aber besonders glücklich  -  Hmmm ... heisst es nicht ´Tränen lügen nicht´  ? ... aber damit verlassen wir den sicheren Grund der Wissenschaft und verfolgen es daher nicht weiter !

Das Öffnen der Augenlider um Licht herein zu lassen ... bringt die Augenoberfläche in ein DILEMMA

Feuchtigkeit ´immer und überall´ stellt die Augenoberfläche vor ein Problem, oder freundlicher formuliert, vor eine Herausforderung:

Nur bei geöffneten Augenlidern kann Licht in das Auge eintreten,

... aber dann würde die Oberfläche der wichtigen Hornhaut sofort austrocknen.

Daher muss das Auge zu einem ´Trick´ greifen: Es wird eine dünne Schicht von Tränenwasser - genannt der ´Tränenfilm´ - gebildet, die zwar ausreicht, um die Zelloberfläche feucht zu halten, aber dabei nicht den Eintritt des Lichtes stört !

Ein weiterer wichtiger Effekt des Tränenfilms ist, dass er alle ´Unebenheiten´ der Oberfläche ausfüllt und dadurch eine perfekt glatte Oberfläche für eine perfekte Lichtbrechung herstellt ... für eine perfekte Sehschärfe !


Der TRÄNEN FILM ist die LÖSUNG für alle ´Probleme´ an der Augenoberfläche  ... und für das SEHEN

Die Tränen werden in den wichtigen dünnen Tränenfilm verwandelt.

Dies geschieht durch den geordneten Lidschlag, also die Wischbewegung der Augenlider, über die Augenoberfläche des Augapfels.

Erst durch den Lidschlag, und die besondere Zusammensetzung des Tränenfilms. wird es möglich, einen sehr dünnen (etwa ein hundertstel Millimeter) Tränenfilm herzustellen.

Dieser muss wenigstens so lange stabil bleiben, bis unser neugieriges Gehirn ein hinreichendes Bild gewonnen hat, was in der Umwelt vorgeht. Der Tränenfilm sollte mindestens 10 Sekunden stabil bleiben, bis er aufbricht. 

Der Aufbruch des Tränenfilms ist dann der Reiz zur Auslösung eines neuen Lidschlages, der einen neuen Tränenfilm ausbreitet.

Im Prinzip ist jetzt bereits ALLES GESAGT ... Die Grundvoraussetzung für das Sehen ist ein STABILER TRÄNENFILM, der erzeugt wird durch die GRUNDLEGENDEN FUNKTIONELLEN KOMPLEXE der PRODUKTION/ SEKRETION von TRÄNEN durch die Augendrüsen und der FORMATION des TRÄNENFILM durch den Lidschlag.


Das Trockene Auge

Augenoberfläche FOTO EIGENES AUGE (AUS; hier hell + kontrastreich) WEICH 30  + Sättigung_TROCKENES AUGE, DRY EYE, WÜSTE KAMELE.jpg

Wenn KEIN (ausreichend) stabiler Tränenfilm besteht kommt es zum TROCKENEN AUGE !

Da die Herstellung und Bewahrung des Tränenfilms sehr aufwendig ist in unserer trockenen Umgebung, ist sie auch sehr STÖRANFÄLLIG.

Sehr viele und sehr unterschiedliche EINFLUSS-FAKTOREN und RISIKO-FAKTOREN können in irgendeiner Weise den Tränenfilm negativ beeinflussen.

ALLE diese Störfaktoren können - früher oder später und vor allem wenn sie chronisch werden - zwangsläufig zu einem TROCKENEN AUGE führen.


Störung des Tränenfilms führt zur Schädigung des Gewebes der Augenoberfläche

Da der Tränenfilm die AUSTROCKNUNG der Augenoberfläche verhindern soll, führt ein TROCKENES AUGE zur Beschädigung bis Zerstörung des Gewebes.

Dies löst Reiz-Erscheinungen und Entzündungs-Reaktionen verschiedenen Grades aus, die jeder Patient mit Augentrockenheit kennt  ... und die bis zu chronischen Schmerz-Syndromen führen können.

Der Tränenfilm hat ausserdem noch eine wichtige Funktion für die Lichtbrechung   -  daher führt ein Trockenes Auge auch zu SEHSTÖRUNGEN. oft im Sinne einer schwankenden Sehschärfe und von Verschwommen Sehen.


... einige Ideen zur THERAPIE

WAS kann man tun  ...  als THERAPIE von Augentrockenheit und der Erkrankung des Trockenen Auges ?

Beim Trockenen Auge besteht typischerweise ein Mangel des Tränen-Films, der auf einem Mangel in der Menge oder Qualität von Tränenbestandteilen beruht.

Daher besteht die häufigste Therapie in der Tränen-Substitution, also der Zugabe von Tränenbestandteilen.

Dies wird auch oft als ´Tränen-Ersatz´ bezeichnet - aber da es (leider) bisher und auch auf absehbare Zeit nicht möglich ist, die (komplette) Tränenfüssigkeit mit all ihren Bestandteilen zu ersetzen, erscheint der Begriff der Tränen-Substitution als zutreffender.

Es gibt eine unüberschaubare Anzahl von verschiedenen Tränenersatzmitteln, meist Augentropfen, die auf wässrigen Lösungen basieren und sehr verschiedene zusätzliche Wirkstoffe enthalten können. Meist sind diese als rezeptfreie Produkte verfügbar.


ÖL-MANGEL ist die häufigste Ursache eine Trockenen Auges

Nach dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse, hat die weit überwiegende Mehrheit, d.h. vier von fünf Patienten mit einem Trockenen Auge, NICHT einen primären Mangel von Tränen-Wasser, wie man dies vielleicht vermuten würde, sondern einen ursächlichen MANGEL an ÖL auf dem Tränenfilm.

Ölmangel führt dann zu einer erhöhten Verdunstung mit abnehmender Stabilität des Tränenfilms ... und meist später nachfolgendem Wassermangel

Daher scheint es heutzutage bei den meisten Patienten mit Trockenem Auge nicht viel Sinn zu machen, dass man Produkte benutzt, die keine Lipide enthalten.

Es ist auch möglich, Zusätze anderer Stoffe, die die Wirkung der Lipide ersetzen, oder sogar nur Lipide zu verwenden, z.B. als Liposomenspray.

Mit anderen Worten, Lipide oder andere Stoffe mit vergleichbarer Wirkung, sollten heutzutage Bestandteil eines typischen Tränenergänzungsmittels für das Trockene Auge sein.

Der auftretende Mangel an ÖL liegt typischerweise an einer Störung der Meibomdrüsen, der Meibomdrüsen Dysfunktion (MDD). Dies ist meist eine Verstopfung der vielen kleinen Öl-produzierenden Meibomdrüsen in den Augenlidern. Diese sind durch eingedicktes Öl und eine verstärkte Verhornung blockiert.

Daher haben sich Methoden der Physikalischen Therapie bei vielen Patienten als sehr erfolgversprechend erwiesen und führen zu einer deutlichen Besserung der Beschwerden und klinischen Befunde.


 

Die PHYSIKALISCHE LIDRAND THERAPIE kann einen Öl-Mangel durch Störung der Meibom-Öl-Drüsen in den Augenlidern verbessern

Der Begriff der Physikalischen Therapie bezieht sich darauf, dass die Behandlung des Augenlids und der Meibomdrüsen auf der Anwendung einfacher aber effektiver Physikalischer Techniken wie Wärmung und Befeuchtung, Massage und Auspressung sowie anschliessender abschrubbender Reinigung des Lidrandes besteht. 

Vor allen Manipulationen am Augenlid und am Auge ist es natürlich wichtig, vorher einen Augenarzt zu konsultieren, um eine qualifizierte Diagnose und entsprechende Therapievorschläge zu bekommen um Verletzungen von Augenlid und Auge zu vermeiden !

Physikalische Therapie sollte langfristig als Dauertherapie 2x täglich durchgeführt werden und besteht typischerweise aus 3 Schritten:

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(1) Eine ERWÄRMUNG der Augenlider

  • möglichst mit feuchter Wärme über mindestens 10 Minuten
  • zur Erzielung einer Temperatur von 40°C im Augenlid, also auch in den Meibom Öldrüsen
  • dient zur Wieder-Verflüssigung des veränderten und verhärteten Öls in den Meibomdrüsen
  • um eine Temperatur 40°C im Augenlid zu erreichen, muss eine feucht-warme Kompresse/ Lappen (mit ca. 42-45°C) alle paar Minuten erneuert werden
    • die Feuchtigkeit weicht dabei auch Verhornungen an den  Drüsenöffnungen und auf dem Lidrand auf
    • kommerziell erhältliche Gelmasken oder sogar elektrisch beheizte und befeuchtete Wärmebrillen können diese aufwendige Beschäftigung erheblich erleichtern

 

(2) Eine anschl. MASSAGE der Lider zur AUSPRESSUNG der Drüsen

  • wenn das verhärtete Öl in den Meibomdrüsen ausreichend erwärmt ist wird es wieder flüssiger
  • durch sanfte Massage der Augenlider kann es dann aus den Drüsen ausgepresst werden
    • dies muss jeweils zum offenen Lidrand hin erfolgen (siehe nebenstehende Animation) - also: 
    • am Oberlid nach unten  und
    • am Unterlid nach oben hin
  • Bei stark eingedicktem Sekret kann eine etwas kräftigere Auspressung des Augenlides zwischen 2 Fingern  sinnvoll sein - damit lassen sich oft auch hartnäckigere Drüsenverstopfungen entfernen.
  • Allerdings kann dies schmerzhaft sein und es muss natürlich unbedingt vermieden werden, Augenlid und Auge zu verletzen !

... wenn die Drüsen-Auspressung trotz regelmässiger sorgfältiger Anwendung keine ausreichende Besserung erzielt, dann gibt es in der Praxis des Augenarztes noch weitere physikalische Therapieoptionen


(3) LIDRAND HYGIENE zum Abschluss

  • zum Abschluss sollte dann der Lidrand  mit den Wimpern gereinigt werden
    • von dem ausgepressten Öl
    • von Bakterien, die sich in den Ölresten vermehren und
    • von Verhornungen auf dem Lidrand
  • dies besteht in einem milden (seifenfreien) `Abschrubben´ des Lidrandes mit einem Wattestäbchen oder Kosmetiktuch, um Ablagerungen, die zu einer Lidentzündung beitragen können, zu entfernen
    • Es gibt auch kommerziell erhältliche Reinigungslösungen, typischerweise auf Ölbasis um den Tränenfilm nicht zu schädigen, sowie Reinigungs-Sets, die bereits alle notwendigen Dinge enthalten und so die Physikalische Therapie erheblich erleichtern können

Diese Physikalischen Therapie-Massnahmen haben den Vorteil, dass sie meist vom Patienten selbst ín der häuslichen Umgebung durchgeführt werden können. 

Als Nachteil mag erscheinen, dass dies dauerhaft und regelmässig möglichst zweimal täglich durchgeführt werden muss, um eine spürbare positive Wirkung zu erreichen  - ähnlich wie Zähneputzen - dabei aber etwas mehr Zeit erfordert. 

 

aber  . . . die Mühe lohnt sich, denn  . . .  Ein ´Glückliches´ Augenlid sorgt typischerweise auch für einen Glücklichen Patienten  !

  ... oder um es Römisch zu formulieren: ´palpebra sana in corpore sano´   -  unbestätigtes Zitat des berühmten römischen Arztes Clarissimus GALEN   ;-)
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Zahlreiche WEITERE THERAPIEMÖGLICHKEITEN werden in anderen Kapiteln der Deutschsprachigen OSCB Internetseite  und auf den Englischsprachigen Seiten dazu  erläutert.
 

 

 

WIE können wir das im DETAIL VERSTEHEN ???  

=>  ´Folgen Sie einfach unser TOUR´  über die Augenoberfläche ... auf dieser Informations-Plattform des OSCB 

 


Kontaktlinsen

Kontaktlinsen sind ein fantastisches optisches Hilfsmittel mit enger Beziehung zur Augenoberfläche und auch zum Trockenen Auge

KONTAKTLINSEN sind ein fantastisches optisches Hilfsmittel, mit einigen klaren optischen Vorteilen gegenüber einer Brille

Gleichzeitig erlauben sie eine grössere "Freiheit" für Freizeitaktivitäten, Sport und Gesellschaftliche Termine.

Kontaktlinsen sind, wie ihr Name dies schon verrät, in direktem Kontakt mit der Augenoberfläche.

Kontaktlinsen befinden sich nämlich direkt in der Mitte der Funktionellen Einheit der Augenoberfläche - mit möglichem Einfluss auf alle Gewebe und auf den Tränenfilm. Kontaktlinsen haben daher in gewisser Weise einen zwiespältigen Einfluss auf die Augenoberfläche - mit Vor- und Nachteilen.


Kontaktlinsen schwimmen im Tränenfilm auf dem Auge ... und haben erhöhte Anforderungen an den Tränenfilm 

Kontaktlinsen können für verschiedene medizinische Zwecke verwendet werden, z.B. für die optische Korrektion einer unregelmässigen hornhautoberfläche oder für den Schutz der Augenoberfläche bei einem schweren Trockenen Auge. 

Prinzipiell haben Kontaktlinsen erhöhte Ansprüche an die Menge und Qualität des Tränenfilms.

Es kann sein, dass jemand, der noch einen grenzwertig normalen Tränenfilm ohne Anzeichen von Trockenheit oder Krankheit hat, nach dem Einsetzen einer gewöhnlichen weichen Hydrogel Kontaktlinse Symptome eines Trockenen Auges entwickelt. 

Eine typische Nebenwirkung von Kontaktlinsentragen ist daher das Auftreten von Symptomen der Augentrockenheit oder sogar die Entwicklung eines Trockenen Auges.

Andererseits kann ein spezieller Typ von Kontaktlinsen, der eine spezielle Anpassung durch einen erfahrenen Kontaktlinsenspezialisten erfordert, aber auch als therapeutisches Hilfsmittel bei Patienten mit schwerem Trockenen Auge verwendet werden. Dies sind sogenannte Sklerale Kontaktlinsen, die sehr gross sind und Tränenflüssigkeit unter der Kontaktlinse speichern können um das Auge dauerhaft feucht zu halten.

Es wird klar, dass Kontaktlinsen ein medizinisches Hilfsmittel (Medizinprodukt) mit direktem Einfluss auf das Auge sind, das eine sorgfältige Auswahl, Anpassung und Nachkontrolle erfordert.


HYGIENE ist ein entscheidender Faktor beim Kontaktlinsentragen

Bei Kontaktlinsen hat es in den letzten Jahrzehnten enorme Verbesserungen gegeben. Dies hat zur einer Senkung der Häufigkeit und Schwere von Kontaktlinsen Nebenwirkungen geführt. 

Hygiene allerdings ist immer noch ein wichtiges Thema, vor allem ... aber nicht nur ... bei unerfahrenen Kontaktlinsenträgern.

Unzureichende Hygiene kann zu zu schweren Infektionen des Auges führen, die das Sehen gefährden und ohne sofortige ausreichende Therapie sogar zum Verlust des Auges führen können.

Durch die steigende Verwendung von Einmal-Kontaktlinsen, die für unterschiedliche Zeiträume, von einem Tag bis zu einem Monat getragen werden, und nach dem Tragen entsorgt werden, ist das Risiko von Infektionen etwas vermindert. Diese Linsen werden nämlich praktisch steril eingesetzt und müssen nicht mehr gereinigt und in einem Kontaktlinsenbehälter gelagert werden -  zwei bisher oft problematische Schritte der Kontaktlinsenverwendung. 


ÜBERBLICK...

... über die Augenoberfläche und das Trockene Auge   - ür ein Verständnis der klinischen Basis

 

  1. [ Jeder SATZ dieser Einführung ist verLINKt zu einem ausführlicheren KAPITEL im nachfolgenden Tieferen EINBLICK in das Thema ]
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Grundlegende FUNKTIONEN

... der Augenoberfläche

Die AUGENOBERFLÄCHE besteht aus dem feuchten Schleimhautgewebe an der Vorderseite des Augapfels.  Feuchtigkeit erhält die Augenoberfläche intakt und gesund - dies ist für das Sehen notwendig.
 
 
 
 
 
 
Die Drüsen der Augenoberfläche bilden die Tränen und diese wiederum verteilen die Feuchtigkeit. Der Tränen-FILM sichert Feuchtigkeit auf dem Auge - und damit die Sehschärfe - auch bei geöffneten Lidern. 
Die Augen-LIDER breiten die Tränen in der Lidspalte auf dem Auge zu dem äusserst wichtigen Tränen-FILM aus.
Die gesunde. d.h. feuchte Augenoberfläche ist eine wichtige Voraussetzung für das SEHEN und ohne sie sind alle späteren Schritte im Sehprozess bedeutungslos.    
 

Auslösende URSACHEN

... für das Trockene Auge

 

Das Trockene Auge hat viele Bezeichnungen

Die Bezeichnungen für das TROCKENE AUGE sind vielfältig: Es wird medizinisch auch als ´Keratokonjunktivitis Sicca´ (KCS) bezeichnet - also ´Trockene Entzündung der Hornhaut und Bindehaut´ oder einfach als ´Sicca-Syndrom´ (Trockenheitssyndrom) - also als Komplex verschiedener Beschwerden durch Trockenheit der Augenoberfläche.  Umgangssprachlich sindauch Begriffe wie ´gereizte Augen´, ´müde Augen´ oder ´schwere Augenlider´ verbreitet.
 
 
 
 
 

Der Krankheitsmechanismus ist relativ einfach und daher ist diese Störung recht häufig.

Der Krankheitsmechanismus ist letztlich recht einfach: ein Mangel der Tränenbildung und/ oder Störungen des Lidschlages führen zu den typischen Symptomen einer INSTABILITÄT des Tränen-FILMS und daher zu Austrocknung und Oberflächen-SCHÄDEN des Gewebes.
 
 
 

Es gibt zahlreiche verschiedene subjektive Symptome und klinische Befunde

Tränenfilmstörungen und Gewebeschäden der Augenoberfläche beim Trockenen Auge lösen die typischen subjektiven SYMPTOME des Patienten aus: z.B.:  Augentrockenheit und Sandkorngefühl - oft beschrieben als ´schwere Augenlider´ oder ´müde Augen´ - weiterhin schwankende Sehschärfe und Verschwommen-Sehen sowie Augenreizungen und Schmerz.  
Typische klinische BEFUNDE des Trockenen Auges sind ein schneller Aufbruch des Tränenfilms und eine geringe Tränenmenge auf der Augenoberfläche, was zu mangelnder Befeuchtung des Zellgewebes mit nachfolgender Schädigung führt. 
Es ist typisch für das Trockene Auge, dass die subjektiven Symptome nicht immer exakt mit den klinischen Befunden übereinstimmen.
 
 

 


RISIKO-Faktoren

... für das Trockene Auge

 

Eine Schwierigkeit des Trockenen Auges liegt darin, dass es durch viele verschiedene Faktoren ausgelöst und beeinflusst werden kann

Das Auftreten und Fortschreiten des Trockenen Auges wird stark beeinflusst durch eine Vielzahl von Faktoren.  
  • Störungen der Regulatorischen Systeme des Körpers, wie Nervensystem, endokrines Hormonsystem und Immunsystem, sind von grosser Bedeutung. 
  • Weiterhin gibt es Risikofaktoren, die einen negativen Einfluss auf die Augenoberfläche haben und daher die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten und die Schwere der Erkrankung erhöhen können.

 

Leider hat das Trockene Auge die Neigung, sich selbst zu verschlimmern ohne eine rechtzeitige und wirksame Therapie

Die komplexen krankhaften Veränderungen beim Trockenen Auge haben eine Neigung sich gegenseitig negativ zu beeinflussen und sich dadurch zu verstärken - was auch als selbstverstärkende Teufelskreise (vicious circles) bezeichnet wird.
Dies führt zu einem Fortschreiten der Erkrankungsschwere wenn keine rechtzeitige und wirksame Therapie durchgeführt wird.
 
 
 

Ein ´Trockenes´ Auge kann auch beim Gesunden einmal vorkommen - wenn es chronisch wird, kann es allerdings zu einer Erkrankung werden

Gelegentliche Trockenheit der Augen kann sicher häufig einmal auftreten -  auch beim Gesunden - und bessert sich meist schnell nach einigen kräftigen Lidschlägen und wenn Risikofaktoren gemieden werden.  Erst wenn dieser Zustand chronisch auftritt kann, sich ein gelegentliches "Trockenes"  Auge zu der "ERKRANKUNG des Trockenen Auges" entwickeln.

KONTAKTLINSEN

 

Tieferer EINBLICK in ... Die AUGEN-OBERFLÄCHE

Die AUGENOBERFLÄCHE muss dauerhaft feucht gehalten werden, um ihre Gesundheit und eine perfekte Sehschärfe zu erhalten

=> Das feuchte Schleimhautgewebe an der Vorderseite des Auges !

Was IST die Augenoberfläche ?

 

Die AUGENOBERFLÄCHE ist das feuchte Schleimhautgewebe an der Vorderseite des Auges. Ausser der sichtbaren Hornhaut/ Kornea und Bindehaut/ Konjunktiva, die in den Tränen gebadet werden, besteht die Augenoberfläche aus Organen, die unter der Haut versteckt liegen: aus der anhängenden Tränendrüse für die Produktion von neuen Tränen und aus den ebenfalls anhängenden Ableitenden Tränenwegen für den Abtransport der ´gebrauchten´ Tränen in die Nase.

Die BINDEHAUT ist ein Hilfsorgan für die Hornhaut/Kornea, das entscheidend zur Gesunderhaltung der Hornhaut beiträgt. Sie bedeckt die Vorderseite des Augapfels und die Rückseite der Augenlider. Die Bindehaut verbindet daher die Oberflächen von Augapfel und Augenlid zum Konjunktivalsack. Dieser ist nur im Bereich der geöffneten Lidspalte zur Aussenwelt offen. Dort wird das Gewebe durch einen Film von Tränen bedeckt - den Tränenfilm, der die empfindlichen Zelloberflächen auch geöffnetem Auge feucht hält. (In der Zeichnung ist die Tiefe des Konjunktivalsackes und die Dicke des Tränenfilms übertrieben gross dargestellt, damit man sie sehen kann - tatsächlich liegen die Lider praktisch direkt auf dem Augapfel, der Bindehaut-Sack bildet nur einen feuchten Spaltraum, und der Tränenfilm ist äusserst dünn)

 

=> Um ihre Gesundheit und Intaktheit zu erhalten für die Transparenz der Hornhaut !

Warum muss die Augen-oberfläche FEUCHT  sein ?

 

Nur eine FEUCHTE Hornhaut ist TRANSPARENT

Die FEUCHTIGKEIT der Augenoberfläche ist nötig, um die Hornhaut/ Kornea TRANSPARENT zu halten

Die Augenoberfläche ist ein FEUCHTES Schleimhautgewebe um die Hornnhaut/ Kornea TRANSPARENT zu erhalten.

Die Augenoberfläche muss dauerhaft feucht gehalten werden – immer und überall – um intakt und gesund zu bleiben und sie wird daher ständig in der Tränenflüssigkeit gebadet.

 

 

 

 

 

 

Das Medium für die Feuchtigkeit sind die TRÄNEN.

Der kontinuierliche Verlauf der Tränen über die Augenoberfläche, der für ihre Gesundheit von grösster Wichtigkeit ist, geht (in der Abbildung von links nach rechts): (1) vom Hauptproduktionsort in der Tränendrüse über (2) die sichtbare Hornhaut/ Kornea und Bindehaut/ Konjunktiva, die ständig gebadet werden müssen, in (3) die Ableitenden Tränenwege, die die ´gebrauchten´ Tränen in die Nase ableiten. 

Die Tränenflüssigkeit wird von den Drüsen der Augenoberfläche gebildet und ´nach Gebrauch´ - also nach dem Baden der Hornhaut und Bindehaut - von den Ableitenden Tränenwegen in die Nase abtransportiert.

Die kontinuierliche Neuproduktion von Tränen und ihr Verlauf über die Augenoberfläche, ist daher für ihre Gesundheit und für die Klarheit der Hornhaut - also für intaktes SEHEN - von grösster Bedeutung. 

Ebenso ist auch der geregelte Abtransport der ´gebrauchten´ Tränen wichtig, das auf der Augenoberfläche nur Platz für sehr wenig Tränenflüssigkeit ist.

... tatsächlich ist es so, dass nicht einmal ein einziger zusätzlicher Tropfen Flüssigkeit, z.B. von Augentropfen, Platz auf der Augenoberfläche hat und oft die meiste Flüssigkeit davon gleich wieder über den Lidrand abläuft

Im Gegensatz zu einem wirklich `Trockenen´ Auge,  kann es bei einer verstärkten Tränenproduktion und bei einem gestörten Abtransport der ´gebrauchten´ Tränen zu einem Überlaufen der Tränen über den Lidrand mit ´Tränenträufeln´ kommen - medizinisch wird dies als Epiphora bezeichnet.

... wir können daher sehen, dass sich die Verhältnisse an der Augenoberfläche nicht wesentlich von unseren Erfahrungen in anderen Bereichen des täglichen Lebens unterscheiden - sowohl ´zu viel´ wie auch ´zu wenig´  können lästig sein  ;-)

 

=> Der Tränen-FILM ist eine mehrschichtige Flüssigkeitslage in der Lidspalte auf dem Auge - Er sichert bei geöffneten Lidern FEUCHTIGKEIT und SEHSCHÄRFE !

Was ist der Tränen-FILM ... und was ist seine Funktion ?

Der TRÄNENFILM (links) besteht aus 3 Schichten, deren Bestandteile von 3 verschiedenen Arten von Augen-DRÜSEN (rechts)  produziert werden.

 

 

Konstante Feuchtigkeit der Hornhaut/ Kornea und der Bindehaut/ Konjunktiva im Bereich der geöffneten Lidspalte werden durch eine dünne Schicht von Tränen ermöglicht - den Tränen-FILM.

Dieser ist dünn und gleichmässig genug,  um die Sehschärfe nicht zu stören und gleichzeitig ausreichend stabil, um eine Austrocknung des Gewebes durch Verdunstung des Tränenwassers an der Luftatmosphäre zu verhindern.

Der Tränen-FILM hat drei Schichten, die aus den Produkten der verschiedenen Drüsen der Augenoberfläche bestehen. Schleim (Muzin) aus einzelnen Becherzellen in der Bindehaut macht die Gewebeoberfläche erst benetzbar für das Wasser der Hauptmenge der Tränen aus der Tränendrüse. Öl, von den Meibomdrüsen im Augenlid, bildet die Oberfläche des Tränenfilms - es vermindert die Verdunstung des Wassers und verbessert die Stabilität des Tränenfilms.

Ein BLICK IN DEN TRÄNENFILM. Der mittlere Hauptteil des Tränenfilms vor der transparenten Hornhaut/ Kornea besteht aus wässriger Flüssigkeit. Unten sind die zahlreichen fingerartigen Fortsätze der oberflächlichen Epithelzellen sichtbar - sie binden das Wasser an die Zell-Oberfläche. Im Tränenfilm wird das Wasser durch die langen Zuckerketten (hier rötlich) löslicher Schleimstoffe (Muzine) gebunden, die im Tränenfilm treiben und das Wasser in ein dünnflüssiges Wasser-Muzin-Gel verwandeln. Oben wird der Tränenfilm von der sehr dünnen Öl-Schicht aus den Fetten der Meibomdrüsen abgedeckt, die eine zu schnelle Verdunstung des Tränenwassers verhindert.

 

Die Augenlider verteilen die Tränen zum wichtigen Tränen-FILM in der geöffneten Lidspalte auf der Augenoberfläche !

Welche Rolle spielen die AUGEN-LIDER ?

 

Diese schematische Animation des LIDSCHLAGES illustriert die prinzipielle Funktion der Augenlider zur Verteilung der Tränen in einen dünnen Film im Bereich der Lidspalte um das Gewebe der Augenoberfläche dort auch bei geöffnetem Auge feucht zu halten. Eigentliche Tränentropfen treten im Bereich der Lidspalte allerdings nur bei verstärktem Tränenfluss auf.

Die Wischbewegung des Oberlides beim LIDSCHLAG verteilt die Tränen in den dünnen und gleichmässigen Tränen-FILMer dient der Feuchthaltung des Gewebes in der geöffneten Lidspalte und ist gleichzeitig die wichtigste Oberfläche zur korrekten Brechung des eintretenden Lichts für eine perfekte Sehschärfe.

Notwendige Voraussetzungen für einen stabilen Tränen-FILM und damit für eine gesunde Augenoberfläche und eine perfekte Sehschärfe sind eine nach Menge und Qualität ausreichende PRODUKTION der Tränenflüssigkeit durch die Drüsen und die FORMATION eines ausreichend stabilen Tränen-FILMS durch die intakte Funktion der Augen-Lider …

... entsprechend kann eine Schädigung der Drüsenfunktion und/oder der Lidfunktion zu einem "Trockenen" Auge führen - wenn dies chronisch besteht kann es in die Krankheit des "Trockenen Auges" übergehen.

WARUM ist die Augenoberfläche so WICHTIG ?

Die gesunde Augenoberfläche ist eine Voraussetzung für das SEHEN !

Die gesunde Augenoberfläche erlaubt ein klares Fenster für das Auge, um das Licht aus der Umwelt zu sehen.

Ohne eine gesunde Augenoberfläche werden alle späteren Schritte des Sehprozesses bedeutungslos.

 

Tieferer EINBLICK in ...  Das TROCKENE AUGE

Das TROCKENE AUGE ist eine Störung der dauerhaften Befeuchtung der Augenoberfläche mit einer Störung der Sehschärfe und nachfolgender Schädigung des Gewebes. Dies führt dann zu den Beschwerden des Patienten und zu den klinischen Befunden der Oberflächenschädigung

 

=>  Das Trockene Auge ist ein MANGEL der ständigen Befeuchtung durch den Tränen-FILM - meist mit nachfolgender Gewebe-SCHÄDIGUNG

Was ist das TROCKENE AUGE ?

 

 

 Bei etwas fortgeschrittenem Trockenen Auge zeigt die meist leichte Rötung der Bindehaut und Lidränder eine Entzündungsreaktion an, die auch zu der medizinische Krankheitsbezeichnung ´Keratokonjunktiv  itis  ´ führt. Die Öffnungen der  Meibomdrüsen am hinteren Lidrand  dicht am Augapfel, sind  oft verstopft (dies ist die häufigste primäre Ursache eines Trockenen Auges)  .&nbsp;Das Tränenvolumen ist typischerweise reduziert und das Gewebe der Oberfläche hat oft zahlreiche  kleine Defekte , die mit einem blauen Vitalfarbstoff (Fluoreszein) als kleine blaue Punkte angefärbt werden können.

Bei etwas fortgeschrittenem Trockenen Auge zeigt die meist leichte Rötung der Bindehaut und Lidränder eine Entzündungsreaktion an, die auch zu der medizinische Krankheitsbezeichnung ´Keratokonjunktivitis´ führt. Die Öffnungen der Meibomdrüsen am hinteren Lidrand dicht am Augapfel, sind oft verstopft (dies ist die häufigste primäre Ursache eines Trockenen Auges) . Das Tränenvolumen ist typischerweise reduziert und das Gewebe der Oberfläche hat oft zahlreiche kleine Defekte, die mit einem blauen Vitalfarbstoff (Fluoreszein) als kleine blaue Punkte angefärbt werden können.

 

Die Krankheit ´TROCKENES AUGE´ wird medizinisch auch bezeichnet als "Keratokonjunktivitis Sicca" (KCS), also "Trockene Entzündung von Hornhaut und Bindehaut" oder auch kürzer als Sicca-Syndrom (Trockenheitssyndrom).  Umgangssprachlich sind auch einfach die Bezeichnungen ´Trockenes´ Auge, ´Trockene Augen´, ´Brennende Augen´, ´Schwere Lider´ oder ´Müde Augen´ ... sowie viele andere Begriffe verbreitet, die in der einen oder anderen Weise eine Reizung der Augenoberfläche andeuten.

Das TROCKENE AUGE ist eine komplexe Regulationsstörung der Funktionellen Anatomie der Augenoberfläche, die die dauerhafte Feuchtigkeit des Gewebes und damit seine Gesundheit und eine perfekte Sehschärfe reduziert. Dies geht typischerweise einher mit subjektiven SYMPTOMEN von verschiedenen Graden von Reizung und Schmerzen der Augenoberfläche sowie klinischen BEFUNDEN von Tränenmangel und entsprechender Gewebezerstörung sowie Störungen der Sehschärfe, meist im Sinne einer schwankenden Sehschärfe oder des ´Verschwommen-Sehens´.

Ungenügende Bildung von Tränenflüssigkeit und ungenügende Ausbreitung des Tränenfilms führen zu INSTABILITÄT des Tränen-FILMS - dies führt zu Austrocknung und Gewebeschäden !

Was sind die URSACHEN des TROCKENEN AUGES ?

Der Krankheitsmechanismus des Trockenen Auges ist eigentlich recht einfach: Grundlegende kausale Faktoren für die Erkrankung sind

  1. ein Mangel der Drüsen-SEKRETION/ PRODUKTION von Tränen (mit einer ungenügenden Menge und/oder ungenügenden Qualität der Tränenflüssigkeit - sowie
  2. eine ungenügende BILDUNG/ Formation/ Ausbreitung des Tränen-FILM aus der vorhandenen Tränenflüssigkeit durch verschiedene Störungen der Augenlider und des Lidschlages (zusammenfassend bezeichnet als Lid- und Blinzel- Dysfunktion - LBD).

Die Störungen der Drüsen und der Lidfunktion führen dann zur STÖRUNG des Tränen-FILMs auf dem Auge und damit zu ´Lücken´ in der ständigen Befeuchtung ... mit nachfolgenden Gewebeschäden der empfindlichen Zelloberfläche des Auges.

Von den möglichen Drüsenstörungen ist, nach aktuellen wissenschaftlichen Studien, nicht die Störung des Tränenwassers sondern vor allem die Störung der Öl-Schicht auf de Tränenfilm besonders wichtig.

Da bei einem Öl-Mangel auch ausreichendes Tränenwasser sehr schnell verdunstet (siehe nebenstehende Animation), ist der Öl-Mangel bei einer Störung der Öl-bildenden Meibomdrüsen für vier von fünf Patienten mit Trockenem Auge die primäre Ursache der Erkrankung.

 Die beiden grundlegenden Voraussetzungen für die Gesundheit der Augenoberfläche und für das intakte Sehen sind die Bildung von Tränenflüssigkeit und die Herstellung eines stabilen Tränenfilms daraus. Entsprechend sind die  beiden wichtigsten Faktoren für die Entstehung eines Trockenen Auges  ein  Mangel an Tränenflüssigkeit  und/ oder ein  Problem bei der Herstellung eines ausreichend stabilen Films  daraus.

Die beiden grundlegenden Voraussetzungen für die Gesundheit der Augenoberfläche und für das intakte Sehen sind die Bildung von Tränenflüssigkeit und die Herstellung eines stabilen Tränenfilms daraus. Entsprechend sind die beiden wichtigsten Faktoren für die Entstehung eines Trockenen Auges ein Mangel an Tränenflüssigkeit und/ oder ein Problem bei der Herstellung eines ausreichend stabilen Films daraus.

Interessanterweise ist die Bildung der Ölschicht des Tränenfilms von grösserer Bedeutung als die Bildung von Tränenwasser, da bei Öl-Mangel auch reichliches Tränenwasser schnell verdunstet. Es entstehen dann Lücken im Tränenfilm und die empfindlichen Zellen der Augenoberfläche werden geschädigt.

 

Typische subjektive SYMPTOME sind verschiedene Grade von Augen-Trockenheit, Verschwommen-Sehen, Augen-Reizung und Schmerzen !

Was sind typische SYMPTOME des TROCKENEN AUGES ?

 

 

Die ungenügende Tränen-PRODUKTION und/oder ungenügende AUSBREITUNG eines (ausreichend stabilen) Tränen-FILMS mit nachfolgender Austrocknung und Schädigung des GEWEBES führt typischerweise zu SYMPTOMEN wie:

 

 

 

  • TROCKENHEIT

    • anfänglich kann auch gelegentlich ein vermehrter Tränenfluss vorkommen und ´wässrige Augen´ abwechselnd mit Augen-Trockenheit
    • ... dies wird ausgelöst durch eine reflektorische Reizung und Aktivierung des Tränensystems
  • Reizung verschiedenen Grades bis zum Schmerz

    • Reizung,  Sandkorngefühl, Brennen oder Stechen
  • Schwankende Sehschärfe/ Verschwommen-Sehen

    • gelegentliches Verschwommen-Sehen, das durch vermehrtes und verstärktes Blinzeln besser wird
  • ´Schwere´ Augenlider oder ´Müde´ Augen

  • zunehmende Probleme beim Kontaktlinsentragen

    • da Kontaktlinsen erhöhte Anforderungen an den Tränenfilm stellen und auch die Verdunstung der wässrigen Tränen erhöhen
  • Augenrötung

    • ist meist nicht sehr ausgeprägt bei mildem bis moderatem Trockenen Auge

Typische klinische BEFUNDE des Trockenen Auges sind eine verminderte Tränenmenge, eine geringe Stabilität des Tränenfilms, und damit eine unzureichende Benetzung des Gewebes die zur Schädigung der Gewebeoberfläche führt !

Was sind typische klinische BEFUNDE  des Trockenen Auges ?

 

Ungenügende Tränenflüssigkeit und ungenügende Stabilität des Tränenfilms auf dem Auge lösen die klinischen BEFUNDE des Trockenen Auges aus:

  • INstabiler Tränen-FILM mit kurzer Zeit bis zu seinem Aufbruch  (Tränenfilm-AufbruchsZeit, TAZ)
    • wird typischerweise untersucht durch Anfärbung des sonst weitgehend unsichtbaren Tränenfilms mit einem blau-grünen Farbstoff (Fluoreszein) 
    • die animierte schematische Zeichnung, illustriert einen stark gestörten Tränenfilm, der hier nur für etwa eine einzige Sekunde stabil bleibt ehe er aufbricht. Der Normalwert sollte bei mindestens 10 Sekunden liegen bis der Tränenfilm aufbricht und damit einen neuen Lidschlag auslöst, der dann einen neuen intakten Tränenfilm ausbreitet.
    • zu Beginn der Erkrankung des Trockenen Auges kann es auch zu gelegentlichen Episoden eines verstärkten Tränenflusses mit wässrigem Auge kommen, das mit Augentrockenheit abwechselt
  • REDUZIERTES TRÄNEN-VOLUMEN

  • auf der Augenoberfläche
    • (meist) durch erhöhte Verdunstung des Tränenwassers - als ´Evaporatives Trockenes Auge´ bezeichnet... oder
    • (wesentlich seltener) durch eine verminderte Menge der (wässrigen) Tränensekretion von der Tränendrüse
      • bezeichnet als ´primärer wässriger Tränenmangel´
  • Verschwinden von Meibomdrüsen Gewebe

    • (im Engl. bezeichnet als ´Gland Drop-Out´) bei der optischen Betrachtung (Meibographie) der sonst nicht sichtbaren Meibomdrüsen, die versteckt im Augenlid liegen.
  • Veränderungen am Lidrand wie:

    • Schaum und Ablagerungen auf dem Lidrand durch veränderte Fette der Meibomdrüsen
    • verstärkte Rötung und verstärkte Füllung der Blutgefässe
    • verstopfte Meibomdrüsen-Öffnungen mit Vorwölbung oder Austreten von verhärteten Fetten der Meibomdrüsen
    • Abrundung und Unregelmässigkeiten der hinteren Lidkante
  • Schädigung des Epithels

  • Das Epithel bildet die äussere Gewebeschicht der Augenoberfläche und besteht aus einem sehr empfindlichen Zellverband. Zer-Störungen der Epithelschicht sind nachweisbar durch Anfärbung mit Vitalfarbstoffen - die also beim Patienten auf die ´lebende´ Augenoberfläche gegeben werden können. Epithel-Veränderung treten auf:
    • an der Hornhaut/ Kornea und an der Bindehaut/ Konjunktiva
    • an der hinteren Lidkante des Lidrandes -  als Lid Wiper Epitheliopathie (LWE)
  • Erhöhte Mengen von Entzündungs-Mediatoren

  • werden typischerweise gebildet durch die Gewebezerstörung beim Trockenen Auge und sie treten auf in den Tränen und im Gewebe. Dies sind verschiedene Faktoren, z.B.
    • entzündliche Zytokin- und Chemokin-Signalstoffe
    • nachfolgende Aktivierung von Gewebe zersetzenden Enzymen
  • Lidkanten-Parallele Conjunctivale Falten (LIPCOF)

  • kommen vor entlang des Lidrandes
    • sie sind das Zeichen einer fortgeschrittenen Zerstörung des Gewebes durch die Aktivierung von Gewebe zerstörenden Enzymen, meist Matrix-Metalloproteinase (vor allem MMP9). Durch die Gewebezerstörung wird die Bindehaut zunehmend lockerer und und ´schlägt dann Falten´ schon durch die geringen Kräfte beim Wischen des normalen Lidschlages über die Oberfläche des Augapfels beim Blinzeln.

=> ... das ist noch nicht ganz geklärt und ist Gegenstand aktueller Forschung !

Warum stimmen beim Trockenen Auge die SYMPTOME oft nicht mit den klinischen BEFUNDEN überein ?

Das Trockene Auge zeigt typischerweise oft keine Entsprechung von Subjektiven SYMPTOMEN des Patienten mit den Klinischen Befunden

Es ist typisch für das Trockene Auge, dass die Schwere der subjektiven Symptome des Patienten nicht immer mit den klinisch feststellbaren Befunden übereinstimmt.

Die Neuronale Regulation der Augenoberfläche, über die Hirnnerven V (Trigeminus) und VII (Facialis) im Hirnstamm, und auch ihre Emotionale Wahrnehmung im Gehirn ist komplex. Damit ist sie anfällig für Störungen, kann aber auch gewisse individuelle Unterschiede zwischen verschiedenen Menschen zeigen. Hier gehen auch Erfahrungen, Bewertungen und verschiedene Arten der Bahnung und Verarbeitung von Ereignissen an der Augenoberfläche ein. Es ist ja auch eine Erfahrung des täglichen Lebens, dass das´Nervenkostüm´ bei jedem Menschen durchaus etwas unterschiedlich sein kann. 

Dies kann sich so äussern, dass die subjektiven Symptome einen starken Leidensdruck des Patienten bewirken während klinisch wenig oder manchmal keine objektiven Befunde feststellbar sind - hier ist unter Umständen an ein Schmerzsyndrom zu denken.

Andererseits kann aber auch ein Patient mit erheblich ausgeprägten klinischen Befunden, z.B. einer anfärbbaren Oberflächenschädigung, nur wenig oder keine subjektiven Symptome im Sinne einer Reizung oder von Schmerzen haben. Solch ein Patient wird dann vermutlich wenig Neigung zu einer medizinisch vielleicht angezeigten Therapie haben.

Die Verarbeitung der Signale von der Augenoberfläche ist komplex und wird von verschiedenen Zentren beeinflusst. Ausserdem gibt es prinzipiell einen gewissen Unterschied zwischen der reinen ´Wahrnehmung´ eines Reizes von der Augenoberfläche in der Hirnrinde (Kortex) und der Bewertung diese Reizes im ´untergeordneten´ Limbischen System. 

´Schmerz´ ist keine Wahrnehmung im eigentlichen Sinne, sondern eine Konstruktion des Gehirns. Sie resultiert aus der emotionalen Bewertung einer Wahrnehmung, die vor allem im sogenannten limbischen System und durch andere emotionaler Instanzen erfolgt. In diese subjektive Bewertung fliessen zahlreiche weiter Dinge, wie Erfahrungen und Erwartungen etc. ein.

Allerdings sind für den individuellen Menschen die beiden Instanzen von ´Wahrnehmung´ und dem was als ´Schmerz´ erscheint, nicht immer sauber zu trennen. So ist letztlich ist nicht immer ganz klar, wer von den verschiedenen Instanzen im Gehirn ´Koch oder Kellner´ ist.

Daher kann die subjektive Bewertung eines Reizes von der Augenoberfläche durchaus über die objektive Wahrnehmung dominieren. Dies kann von der ´Tagesform´ des einzelnen Menschen abhängen, kann aber auch bei verschiedenen Menschen sehr unterschiedlich sein.

Das Trockene Auge wird stark beeinflusst durch Regulatorische Systeme und Risiko-Faktoren

WIE entsteht ein Trockenes Auge?

 

 

Verschiedene Faktoren beeinflussen die Funktion der Augenoberfläche

Eine Störung positiver Faktoren und das Auftreten von negativen Faktoren (Risikofaktoren) verschlechtern die normale Funktion des Gewebes und erhöhen daher das Risiko für das Auftreten eines Trockenen Auges und für die Schwere der Erkrankung.

Die komplexe Störung der Funktion und Struktur der Augenoberfläche beim Trockenen Auge führt zu einem Mangel der basalen Funktionskomplexe für die ständige Feuchthaltung des Gewebes.

Das Entstehen eines Trockenen Auges wird durch verschiedene Faktoren begünstigt:

REGULATORISCHE SYSTEME

Störung der Regulation

Störungen des Nervensystems, des Endokrinen Hormonsystems und des Immunsystems verschlechtern die Funktion der Augenoberfläche.

Alter und weibliches Geschlecht (in Verbindung mit relativem Mangel von ´männlichem´ Androgen-Hormon sowie einem Überschuss an ´weiblichem´ Östrogen) nehmen wesentlichen Einfluss auf die Augenoberfläche.

EXTERNE RISIKO FAKTOREN

wirken Meist Austrocknend

Negative externe Einfluss-Faktoren sind RISIKO-FAKTOREN für die Erkrankung. Sie beein-flussen die TRÄNEN-FLÜSSIGKEIT auf dem Auge und überbeanspruchen die normale Funktions-kapazität - sind aber oft leicht zu beeinflussen. Meist sind es austrocknende Umwelteinflüsse wie Hitze, Trockenheit, Wind - auch konzentrierte Sehaufgaben mit seltenem Lidschlag. In klimati-sierten Büroumgebungen mit Bildschirmarbeit sind diese Risikofaktoren oft kombiniert und können so zum trockenen "Büroauge" (engl."Office Eye") führen.

INTERNE RISIKO FAKTOREN

StörUNG dER Organe

Negative interne Einfluss-Faktoren sind ebenfalls RISIKOFAKTOREN für die Erkrankung.

Sie wirken auf das GEWEBE, das die Tränen produziert und können die normale Funktion der Augenoberfläche verschlechtern.

Es handelt sich dabei z.B. um Alter und Geschlecht, wie auch um chronische Erkrankungen oder chronische Medikamenten-Einnahme, Ernährung und Trinkmenge etc. . Viele dieser inneren Risikofaktoren sind schwer zu beeinflussen.

 

Tränenmangel mit reduzierter Befeuchtung der Augenoberfläche und nachfolgenden Gewebeschäden beeinflussen sich negativ und verstärken sich gegenseitig selbst !

Die beiden typischen Schäden beim Trockenen Auge (STÖRUNG/ MANGEL des Tränen-FILMs und GEWEBESCHÄDIGUNG der Oberfläche) beeinflussen sich gegenseitig negativ, da ein gestörter Tränenfilm durch eine Befeuchtungsstörung zu Gewebeschäden führt.

Gewebeschäden entstehen z.B. durch: Austrocknung und erhöhte Reibung beim Blinzeln sowie durch erhöhte Konzentration der Salze (Hyperosmolarität) im verbleibenden Tränenfilm.

Eine geschädigte Zell-Oberfläche wiederum kann schlechter benetzt werden durch die wässrigen Tränen, da ihre Oberflächenstruktur beschädigt ist - was die vor-bestehende Störung des Tränenfilms verstärkt. Dies führt zu einem Selbstverstärkenden Teufelskreis der Krankheitsverschlimmerung.

WANN wird ein "Trockenes" Auge zu der ERKRANKUNG des Trockenen Auges?

 

 

 

Wenn ein ´Trockenes´ Auge chronisch wird - dann kann sich eine gelegentliche, vorübergehende Störung zu einer Chronischen ERKRANKUNG entwickeln !

Ein Gelegentliches Trockenes” Auge IST noch keine Krankheit

Die meisten von uns haben vermutlich bereits einmal ein vorübergehendes Gefühl eines ´Trockenen´ Auges gehabt, z.B. wenn wir ungewöhnlich starken austrocknenden Umwelteinflüssen ausgesetzt waren. Dies sind z.B. niedrige Luftfeuchte, hohe Temperatur, Wind, oder seltenes Blinzeln bei konzentrierter Arbeit in klimatisierter Raumluft.

Solch ein ´Trockenes´ Auge ist typischerweise ein nur kurz andauernde Zustand, der sich schnell wieder bessert und verschwindet wenn wir uns dessen bewusst werden und vermehrt Blinzeln oder die austrocknende Umgebung verlassen.

 

WENN TROCKENHEIT  CHRONISCH wird ... dann kann sich dieser Zustand in eine ERKRANKUNG verwandeln

Nur wenn das Gefühl der ´Trockenheit´ dauerhaft anhält und nicht gebessert werden kann durch die Vermeidung der austrocknenden Umweltfaktoren und durch vermehrten, bewussten und verstärkten Lidschlag ...

… dann wird der vorübergehende ´Zustand´  chronisch und ein gelegentliches   “Trockenes Auge kann zur ERKRANKUNG des Trockenen Auges fortschreiten.

Dies ist typischerweise verbunden mit einer Zunahme der DAUER und SCHWERE der Symptome und der klinischen Befunde durch eine zunehmende Störung und Schädigung des Gewebes der Augenoberfläche.  Einige wichtige Risikofaktoren begünstigen das Auftreten und die Schwere des Trockenen Auges.

Viele verschiedene und sich gegenseitig beeinflussende selbst-verstärkende Regelkreise der Krankheitsverschlimmerung (oft als ´Teufelskreise´, engl. ´VICIOUS CIRCLES´, bezeichnet)  kommen beim Chronischen Trockenen Auge vor und können zum klinischen Vollbild einer chronisch-fortschreitenden Gewebezerstörung mit einem Funktionsverlust der Augenoberfläche führen